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Der Mythos vom lebensnotwendigen Fleischkonsum

Bis zum heutigen Tag und seit Jahrhunderten trichtern uns Schulmedizin, Fleisch- und Wurstindustrie sowie von ihnen profitierende Mainstream-Wissenschaftler und so genannte Fachleute ein, dass die Produkte dieser Industrie für Gesundheit und Lebenskraft der Menschen notwendig seien. Allerdings gibt man inzwischen notgedrungen zu, dass eine zu hohe Dosis beim Konsumieren dieser Erzeugnisse schädlich sein kann. Aber etwa 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen, könne nicht schaden, erklärt sogar die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Vor allem wird auf das hochwertige Eiweiß hingewiesen, das im Fleisch enthalten sei. Was dabei nicht dazugesagt, sondern meist unterschlagen wird, ist die Tatsache, dass das tierische Eiweiß gar nicht im Verhältnis 1 : 1 vom menschlichen Körper aufgenommen werden kann. Es muss in Schwerstarbeit von unserem Verdauungssystem erst wieder in seine Einzelteile, seine Atome und Moleküle zerlegt werden. Das ist sozusagen der negative Teil des Arbeitsprozesses. Aber nun muss der Organismus auch noch den Neuaufbau leisten, indem er die Atome neu anordnet, damit jene Aminosäuren entstehen können, die für ihn als menschlichen Organismus nützlich und lebensnotwendig sind. Während dieser Schwerstarbeit produziert unser Körper übermäßig viel Harnsäure, die mit der Zeit Muskeln und Nerven vergiftet und schädigt, und zwar mit den sattsam bekannten Folgen in Form von Ischias, Neuritis, Rheumatismus usw.

Das ist sozusagen der materielle Aspekt dieser Fleisch- und Wurstgeschichte. Der geistig-seelische ist unter anderem der, dass wir uns nicht klar machen, was ein Tier, Rind, Fisch, Geflügel, Wild im Augenblick der Tötung oder Schlachtung durchmacht und erleidet. Nur geistig hochstehende bzw. sensible, zur Empathie fähige Menschen werden mir zustimmen, dass diese an sich schon menschenunwürdige Quälerei natürlich auch die Qualität des Tierfleisches beeinträchtigt und nach dem Prinzip "der Mensch ist, was er isst" ihn immer roher und mitleidsloser macht. Mit Recht sagt das Genie der Theoretischen Physik, Albert Einstein: "Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können … nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung." Und der so skeptische und kritische Philosoph Arthur Schopenhauer urteilt ganz kategorisch: "Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein."

Für die Metzelei an den Tieren, diesem Mega-KZ an ihnen, ist auch die Kirche verantwortlich. Den Vegetarismus vieler Christen der ersten Jahrhunderte hat sie nie fortgesetzt, vielmehr segnet sie bis heute die Jagd und zeigt bei den pompösen Festbanketts der obersten Priesterkaste in praktisch allen so genannten christlichen Jahrhunderten ein famoses Beispiel der Gefühllosigkeit gegenüber dem Los der Tiere. Dagegen bin ich sicher, dass Fleischgenuss nicht nur die Psyche verdunkelt, sondern sogar verhärtet. Er verhärtet sie, er macht sie unsensibel. Echtes Menschentum kann und muss ohne Fleisch auskommen. Denn wie kann man eine eigene Humanität, eine eigene Menschlichkeit, eine eigene Vervollkommnung ansteuern und realisieren, wenn man zugleich weiß, dass man unsere Brüder und Schwestern, die Tiere, tötet. Es ist unmöglich, eine höhere Geistigkeit zu erreichen, wenn man Tiere schlachtet.

Zur Vertiefung des Themas:

  1. "Das sagen große Geister über das Essen von Tierleichenteilen", Verlag Das Brennglas, Kreuzwertheim, 2. Auflage 2002.
  2. Markus Mynarek, Das Tier - dein unterschätzter Freund, BoD-Verlag 2006, ISBN: 3-8336-4982-9.
  3. H. Mynarek, Ökologische Religion. Ein neues Verständnis der Natur, München, 2. Auflage 1990, Goldmann TB, ISBN: 3-442-120005-5.
  4. H. Mynarek, Die Vernunft des Universums. Lebensgesetze von Kosmos und Psyche, München, 1. Auflage 1988, Goldmann TB, Neuauflage: Essen 2003, Verlag Die Blaue Eule; ISBN 978-3-89924-066-5
  5. N. W. Walker, Auch Sie können wieder jünger werden, München, 13. Auflage 2002, Goldmann TB, ISBN: 978-3442-13693-3. (Über Jungsein, jünger werden und die Schädlichkeit von Fleischkonsum).
  6. Ders., Täglich frische Salate erhalten Ihre Gesundheit, ebd. 14. Auflage
  7. Ders., Frische Frucht- und Gemüsesäfte, ebenda

  • Erscheinungsdatum: 21. März 2018